Asiatischer Investor kauft Produktionsstätte von Solibro – pv magazine Deutschland

An dem bisherigen Photovoltaik-Standort in Thalheim soll dem Insolvenzverwalter zufolge eine Fabrik für Lithium-Ionen-Batterien entstehen. Details zum Käufer oder dem Kaufpreis nannte er nicht.

Am Standort der insolventen Solibro GmbH in Thalheim soll wieder Leben einziehen: Wie Insolvenzverwalter Henning Schorisch von der Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm am Freitag mitteilte, wurden sowohl die Immobilie als auch der vorhandene Maschinenpark des Photovoltaik-Herstellers an einen asiatischen Investor übertragen. Demnach will der Investor an dem Standort gemeinsam mit einem deutschen Unternehmen eine Produktionsanlage errichten, um zukünftig Lithium-Ionen-Batteriesysteme für bis zu 100.000 Elektroautos jährlich herzustellen.

Details zu dem asiatischen Investor oder dessen deutschen Partner teilte Schorisch nicht mit, und auch über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Schorisch zeigte sich jedoch erfreut darüber, dass der Standort im Solar Valley von Thalheim als Ort für innovative und zukunftsweisende Technologien erhalten bleibt. „Es hat ein Investor gekauft, der in der Produktion von effizienten Batterien vor allem für die Elektromobilität in den nächsten Jahren eine erhebliche Anzahl von Arbeitsplätzen schaffen will“, so Schorisch.

Im November 2019 hatte die Solibro GmbH den Geschäftsbetrieb eingestellt, nachdem die Gesellschafter nicht genügend Mittel für das eigentlich geplante Sanierungskonzept zur Verfügung gestellt hatten und auch ein Versuch einer Kreditierung durch eine Bank gescheitert war. Bei dem CIGS-Dünnschicht-Hersteller waren damals etwa 170 Menschen beschäftigt. 2012 war Solibro von dem chinesischen Photovoltaik-Konzern Hanergy übernommen worden.

„Es war schnell klar, dass die Produktion von Solarmodulen in Thalheim trotz der innovativen CIGS-Technologie unter den derzeitigen Marktbedingungen und den Strukturen der Schuldnerin wirtschaftlich nicht sinnvoll ist“, sagt Schorisch. Neben anderen Sanierungsüberlegungen sei gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Enomyc ein Investorenprozess aufgesetzt worden, der jetzt nach fast einem Jahr zum Erfolg geführt habe.